11.02.2020 | Stadtmuseum Halle : Newsletter Februar
Schüsse auf den König

 

Am 22. Mai 1850 schießt ein ehemaliger preußischer Garde-Feuerwerker auf seinen König. Max Sefeloge leidet an "Größen- und Verfolgungswahn" und verletzt Friedrich Wilhelm IV. am Arm. Die Krankheit bewahrt den Attentäter vor der Todesstrafe, stattdessen kommt er in die noch junge Königliche Irren Heil- und Pflegeanstalt nach Nietleben bei Halle. Die Sonderausstellung Geschichten, die fehlen… widmet sich im historischen Teil dieser Heil- und Pflegeanstalt. Baupläne, Luftaufnahmen und auch Postkarten ergänzen das Einzelschicksal von Max Sefeloge.

 

Zuwachs für die Ausstellung

 

Die Sonderausstellung Geschichten, die fehlen… wächst weiter. Mit Katharina Kirch kommt hier eine junge Frau aus Merseburg Wort, die sich mit großer Freude an ihre Schulabschlussfahrt erinnert. Die heute 31jährige ist auf den Rollstuhl angewiesen und braucht auch spezielle medizinische Betreuung. Trotz dieser Behinderungen hat sie in der Walldorfschule Halle ihr Abitur abgelegt und sich mit ihren Klassenkameraden aufgemacht zu einer Reise nach Griechenland.

 

Was mich behindert!

 

„Es sind eher die Ratschläge und Bemerkungen anderer Menschen, was ich anders machen sollte, die mich behindert…“
schreibt Maria S., Autistin, in das Gästebuch der Ausstellung.

18.01.2020 | Stadtmuseum Halle : Newsletter Januar

 

Vom Schienenstrang zum Schnürsenkel

 

Mit deren Untergang der DDR verlieren auch viele Menschen mit Beeinträchtigung ihren Job, Der Gleisbauer Ingolf Brückner gehört zu ihnen.

 

Selbsthilfe made in DDR

 

Sie mussten sich "Betreuungsgruppe" nennen, als sich 1987 in Halle MS-Betroffene zusammenfanden, um sich einander zu helfen. Doch der Begriff "Selbsthilfe" war unter der Arbeiter- und Bauernmacht unerwünscht, weil „Selbsthilfe ja bedeuten könnte; dass der Staat versagt habe“, erinnert sich das Ehepaar Faßhauer an diese Zeit.

 

Folgenschwerer Perspektivwechsel

 

Benjamin Schmidt macht es seinen Lesern und Zuhörern nicht leicht. Statt nur einen kontrollierten Blick durch den literarischen Lattenzaun zuzulassen, packt er sein Publikum am Kragen und konfrontiert es frontal mit seinem Alltag. Dieser Alltag wird äußerlich bestimmt von einem Rollstuhl. Der macht aus den Menschen Benjamin Schmidt den „Krüppel“ Benjamin Schmidt, wie er sich selbstironisch beschreibt.

Was uns behindert…

 

Im Gästebuch werden die Ausstellungsbesucherinnen und -besucher aufgefordert, das niederzuschreiben, was sie persönlich behindert.
Ich finde, dass Behörden und Ämter ihre Schrift größer machen sollen. Und Ärzte.

20.12.2019 | Stadtmuseum Halle : Stadtmuseum Newsletter Dezember

 

Newsletter Stadtmuseum Halle
Dezember

 

1.    Und das nicht nur zur Winterszeit…

…nein, auch im Sommer, wenn es nicht schneit, sang der legendäre Straßenmusiker Reinhold Lohse Weihnachtslieder und begleitete sich dabei auf einer Zither. Die Stadt Halle setzte dem geistig beeinträchtigten Mann ein Denkmal. Der Bildhauer Wolfgang Dreysse gestaltete zwei Bronzefiguren, die seitdem einen kleinen Brunnen in der Leipziger Straße schmücken.In der Ausstellung „Geschichten, die fehlen…“ ist u. a. ein Gipsmodell von einer dieser Brunnenfiguren zu sehen.

 

2.    Preisgekrönte Wackelei

„Bitte sitzen Sie vorsichtig Probe!“ Mit dieser Warnung mussten fünf harmlos herumstehende Plastikstühle ausgestattet werden. Die haben es in sich, dass es nur so wackelt, schmerzt und vor allem verunsichert. Die Designstudentinnen Gina Hartig und Martha Sophie Kikowatz haben dafür beim diesjährigen Designerpreis der halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein den Sonderpreis des Stadtmuseums Halle bekommen.

 

3.    "Schon immer ein Krüppel"

Der querschnittsgelähmte Benjamin Schmidt liest am 21. Januar 2020 aus seinem autobiografischen Roman.

 

4.    Was mich behindert!

Aus dem ungewöhnlichen Gästebuch einer ungewöhnlichen Ausstellung

01.12.2019 | Stadtmuseum Halle : Eröffnung

 

Ausstellung Stadtmuseum Halle

 

Geschichten, die fehlen

 

Von Menschen mit Beeinträchtigungen
Sonderausstellung vom 29.11.2019-10.05.2020

 

Von ihnen wird nur selten erzählt. Und noch seltener werden solche Erzählungen auch festgehalten. Es geht um Menschen, die mit ihren körperlichen oder geistigen oder seelischen Besonderheiten anders sind als die Mehrheit der Gesellschaft. Dass das Stadtmuseum Halle nun solche Geschichten, die fehlen auch erzählen will, ist ein Novum in Deutschland. Diese Sonderausstellung vereint dabei die historische Spurensuche mit dem aktuellen Erleben. Eine Herausforderung für Museumsmacher, denn sonst üppig sprudelnde stadtgeschichtliche Quellen geben bei diesem Thema Daten und Fakten auf den ersten Blick nur als Rinnsal preis.

27.11.2019 | Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG : Newsletter Herbst
 
1.            Superjung und knackig

Mit acht superjungen Weinen aus dem Jahrgang 2019 startet die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut in den Winter.

2.            Ein Renner in der Abfüllung

Der Neue in der Abfüllung hat ein supergenaues Auge auf die Papiere: die Etikettiermaschine des Familienunternehmens Renner.

3.            Unterstützung aus Übersee

Gleich zwei Südamerikanischer verstärkten zur Lesezeit die Kellermannschaft. 

4.            Medaillen-Regen

Mit vier Gold- und 17 Silbernedaillen kehrten die Genossenschaftsweine von den Bundesweinprämierungen in diesem Jahre zurück. Zur „International Winter-Challenge“ des Wein-Magazins Selection haben die vereinigten Winzer zehn Weine vom Jahrgang 2018 reichlich Silber geerntet.

5.            Alle Jahre wieder…

Vor der Weingalerie duftet es am 3. Adventssonntag, dem 15. Dezember, wieder nach Glühwein, Bratwurst und Waffeln.

6.            Rückblick

Auch wenn die Ernte in diesem Jahr deutlich schmaler als gewohnt ausgefallen ist, war zum Erntedankgottesdienst das Alte Tanklager bis auf den letzten Platz gefüllt.

04.03.2019 | Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG : Bauhaus-Edition
 
Auf den Spuren des Bauhauses

 

Klare geometrische Figuren in ebenso klaren Farben – auch 100 Jahren nach der Geburt der Bauhauses prägen seine Ideen die ästhetische Gegenwart. Abzulesen nun auch auf den Etiketten der jüngsten Edition von WERKSTÜCK WEIMAR, die dem Jubiläum der wichtigsten deutschen Designschule gewidmet ist.